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Claudia PardonPaar- & Sexualtherapie

Über mich

Mich interessiert der Mensch - besonders dann, wenn er sich selbst nicht versteht.

Warum wünschen wir uns Nähe – und stoßen ausgerechnet den Menschen weg, dem wir nahe sein wollen?

Claudia Pardon, Paar- und Sexualtherapeutin in Schwäbisch Hall

Warum tun wir Dinge, von denen wir genau wissen, dass sie uns nicht guttun? Warum sagen wir etwas, das wir zehn Sekunden später bereuen? Und warum schaffen es zwei durchaus vernünftige Menschen, sich wegen einer Kleinigkeit derart in die Haare zu bekommen, dass am Ende keiner mehr weiß, worum es eigentlich ging?

Solche Fragen beschäftigen mich schon sehr lange. Vielleicht auch deshalb, weil ich Menschen aus ungewöhnlich vielen Perspektiven kennengelernt habe. Nicht nur als Paartherapeutin.

Ich habe mich mit ihren Zellen und körperlichen Prozessen beschäftigt, mit Krankheit und Gesundheit, Bewegung und Leistungsfähigkeit, Psyche und Verhalten. Später kamen Coaching, Unternehmen, Führung und schließlich Paarbeziehungen und Sexualität hinzu.

Das waren für mich nie völlig verschiedene Welten. Es war immer derselbe Mensch. Nur in unterschiedlichen Situationen. Der Mensch, der morgens souverän ein Unternehmen führt, ist abends immer noch derselbe Mensch. Nur verhält er sich anders.

Da ist nicht der Beruf auf der einen Seite und die Beziehung auf der anderen. Nicht hier der Körper und dort die Psyche. Nicht hier die Vergangenheit und dort das, was heute zwischen zwei Menschen geschieht.

Alles hängt zusammen.

Der Mann, der im Unternehmen souverän Entscheidungen für hundert Menschen und Millionen Euro trifft, kann zu Hause völlig hilflos werden, wenn sich die eigene Partnerin zurückzieht. Wer beruflich jeden Konflikt löst, findet zu Hause vielleicht keine Worte, sobald der Partner sagt: „Wir müssen reden.“

Stress verändert uns. Schlafmangel und Krankheit verändern uns. Kinder verändern uns und Erfolg übrigens auch. Verantwortung, Ängste, Hormone, Verluste und die eigene Lebensgeschichte wirken sich auf eine Beziehung aus. Auch Geschlecht, Rollenbilder und die Frage, wie wir glauben als Mann oder Frau sein zu müssen, prägen uns - unabhängig davon, wen wir lieben. All das sitzt mit am Tisch.

Deshalb interessiert mich in der Paartherapie nicht nur, worüber zwei Menschen streiten. Ich möchte verstehen, was dabei zwischen ihnen geschieht:

Wer zieht sich zurück? Wer drängt? Was löst das beim anderen aus? Und wie entsteht daraus ein Muster, in dem sich beide zunehmend allein oder unverstanden fühlen?

Claudia Pardon mit einer Tasse in der Hand im Garten

Erfahrung

Ich hab viel Leben gesehen - auch dort, wo der Rosamunde Pilcher Film endet.

Über viele Jahre habe ich Menschen in sehr unterschiedlichen Lebensphasen begleitet: Jugendliche und ältere Menschen, Menschen mit körperlichen Beschwerden, Sportlerinnen und Sportler, Führungskräfte, Unternehmer, Paare und Einzelpersonen.

Dabei habe ich viel gesehen, was ein Menschenleben bereithalten kann:

Krankheit und Genesung, Schwangerschaften und Geburten, berufliche Erfolge, Geschäftsgründungen, Coming-outs, Hochzeiten, Scheidungen, große sportliche Ziele, Hausbrände, Todesfälle, Affären, Krisen und Neuanfänge.

Ich habe Menschen erlebt, wenn sie unglaublich stark waren – und wenn gar nichts mehr ging. Menschen, die Großartiges geleistet und gleichzeitig ihre Beziehung gegen die Wand gefahren haben. Menschen, die verletzt wurden, und Menschen, die andere verletzt haben. Menschen, die sich für ihr Verhalten schämen.

Deshalb ist mir tatsächlich wenig Menschliches fremd.

Das bedeutet nicht, dass ich jedes Verhalten gutheiße. Verantwortung muss übernommen werden, besonders dann, wenn Vertrauen verletzt wurde. Aber kein Mensch besteht nur aus dem, was er getan hat.

Gerade in der Paartherapie ist dieser Blick wichtig. Eine Affäre, eine Lüge oder jahrelange Distanz sind nicht einfach aus der Welt zu schaffen. Doch Schuld und Urteil allein erklären noch nicht, wie es dazu gekommen ist und was sich verändern muss.

Mich interessiert das Ganze – nicht nur der Ausschnitt, der gerade am meisten wehtut.

Mein eigener Blick

Mein Blick ist durch mein eigenes Leben geprägt, nicht allein durch Ausbildungen und Lehrbücher.

Claudia Pardon bei einer Wanderung am Bergsee

Mein eigenes Leben ist bunt. Schön, anstrengend, überraschend und an manchen Stellen erbarmungslos. Ich habe zwei wunderbare Kinder. Ich habe aber auch ein Kind verloren und vier Jahre später meinen damaligen Partner.

Das sind Erfahrungen, auf die ich gerne verzichtet hätte. Und ich glaube nicht, dass Leid einen Menschen automatisch weise macht.

Mein Leben hat mich gelehrt, meine eigenen Gewissheiten immer wieder infrage zu stellen. Ich war überzeugt, dass meine Wahrheit auch die Wahrheit des anderen ist. Und heute weiß ich, wie selbstverständlich wir Menschen dazu neigen, genau davon auszugehen. Und wie überzeugend und richtig sich das anfühlen kann. Noch heute ertappe ich mich dabei.

Diese Erkenntnis hat mich vorsichtiger mit schnellen Urteilen gemacht - dafür neugieriger.

Wenn jemand sagt: „Meine Frau interessiert sich einfach nicht mehr für mich“, höre ich zu. Gleichzeitig interessiert mich, wie seine Frau die Situation erlebt. Wenn eine Frau sagt: „Mit meinem Mann kann man nicht reden“, möchte ich verstehen, was passiert, wenn sie es versucht.

Und wenn beide überzeugt sind, dass der andere das Problem ist, lohnt sich ein genauerer Blick.

Paartherapie

Zwei Menschen, zwei Wahrheiten – und eine Beziehung dazwischen

Das ist einer der Gründe, warum ich gerne mit Paaren arbeite: Beide sind da. Ich muss mir den anderen nicht vorstellen. Ich kann beobachten, was zwischen ihnen geschieht.

Manchmal reicht ein Satz, ein Blick oder ein Augenrollen. Einer wird schneller, der andere stiller. Einer möchte das Problem sofort lösen, der andere nur noch aus dem Raum. Je mehr der eine drängt, desto weiter zieht sich der andere zurück.

Solche Muster sind oft hartnäckig. Nicht, weil Menschen „doof“ sind, sondern weil sie sich meist aus einem guten Grund entwickelt haben. Nur passt ein alter Schutzmechanismus nicht unbedingt zu der Beziehung, die man heute führen möchte.

Genau da wird Paartherapie für mich spannend. Nicht bei der Frage:

Wer hat angefangen?

Sondern:

Was passiert hier gerade mit Ihnen beiden – und wo kann etwas anders werden?

Meine Haltung

Was Sie bei mir nicht bekommen, ist eine Richterin.

Ich werde Ihnen nicht sagen, wer von Ihnen der bessere Partner ist. Und ich werde Ihnen kein Idealbild einer Beziehung überstülpen.

Ich höre genau hin, frage nach und spreche an, was mir auffällt. Manchmal stelle ich Fragen, die unbequem sind. Das darf sein.

Menschen können schwierige Wahrheiten aushalten, wenn sie sich dabei nicht verurteilt fühlen. Gleichzeitig muss nicht jede Frage sofort beantwortet werden. Manche Dinge brauchen Zeit, bevor sie wirklich verstanden werden können.

Und ja: In meinen Sitzungen wird auch gelacht.

Nicht, weil Ihre Situation nicht ernst wäre. Sondern weil Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit sich nicht ausschließen. Manchmal ist es ein wichtiger Moment, wenn zwei Menschen, die sich seit Wochen nur noch gegenseitig nerven, plötzlich wieder über dasselbe lachen können.

Dann wird für einen Augenblick sichtbar:

Da sind noch zwei Menschen – nicht nur ein Problem.

Wenn Sie sich in dieser Beschreibung wiederfinden und etwas in Ihrer Beziehung verändern möchten, nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf. In einem ersten Gespräch können wir gemeinsam klären, worum es geht und ob meine Arbeitsweise zu Ihnen passt.

Sie müssen noch keine fertige Entscheidung über Ihre Beziehung getroffen haben. Es genügt, wenn Sie merken, dass es so wie bisher nicht weitergehen soll.

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Von Medizin und Naturwissenschaft über Körper, Bewegung und Coaching bis zur Paar- und Sexualtherapie.

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